Abschluss Funktionale Studie Verkehr

Hier geht es zur Studie.

Projektbegleitung:
Begleitkommission
Bahnhofplatz Lenzburg

Fazit funktionale Studie Verkehr

Im künftigen Bahnhof Lenzburg werden die Quartiere nördlich und südlich des Bahnhofs sowie die Perronanlagen der SBB AG neu mit zwei Personenunterführungen, West und Ost, verbunden respektive erschlossen. Ebenso wird neu die Haltestelle der Seetalbahn in die Perron- und Gleisanlage des Bahnhofs integriert. Die vorliegende Bestvariante aus der funktionalen Studie Verkehr ist Basis für die weitere Planung und wird dementsprechend noch vertiefter beplant und punktuell optimiert.

Nachfolgend aufgeführt sind die wichtigsten funktionalen Eckpunkte der Bestvariante für die künftige Gestaltung des Bahnhofs Lenzburg.

Einführung Seetalbahn

  • Die Gleislage wird durch die SBB soweit optimiert, dass die Zerschneidung des Bahnhofplatzes möglichst gering ausfällt und die Einfahrt der Seetalbahn bezüglich Fahrkomfort und Lärmemissionen gut funktioniert. Die Anpassung am Gleis der Seetalbahn zieht auch eine Anpassung des Bahnübergangs der Augustin Keller Strasse nach sich.
  • Die Gleislage der Seetalbahn ist noch nicht definitiv. Sie ist abhängig von der Dimensionierung des Personenunterführungs-Abgangs vom «Zungenperron» (Perron Seetalbahn). Sollte sich in der weiteren Planung zeigen, dass dieser verbreitert werden muss, muss folglich auch die Gleislage der Seetalbahn angepasst werden.
  • Die Querung der Bahnhofstrasse durch die Seetalbahn wird durch Barrieren gesichert. Auch das restliche Trassee der Seetalbahn wird zum Bahnhofplatz hin abgegrenzt werden.
  • Der Ein-/Ausstieg in die Seetalbahn erfolgt vom neuen Mittelperron aus. Zum Bahnhofplatz hin soll das Trassee der Seetalbahn abgesichert werden.


Bahnhofzugänge

  • Zugang zum Perron Seetalbahn:
  • Der direkte Zugang zum Perron Seetalbahn ist von der Bahnhofstrasse her, aus Richtung Stadt entlang des Trassees der Seetalbahn möglich. Somit ist der Zugang zum Bahnhof aus Richtung Stadt / Bahnhofstrasse auch bei geschlossenen Barrieren der Seetalbahn gegeben (Nebenzugang).
  • Bahnhofzugang aus Richtung Augustin Keller-Strasse:
  • Von der Augustin Keller-Strasse her führt vom Bahnübergang westlich, entlang des Trassees der Seetalbahn ein Fussweg Richtung Bahnhof, sodass der Zugang zum Bahnhof ohne Querung des Trassees der Seetalbahn möglich ist.
  • Durch diesen Fussweg wird auch die Bedeutung des Zugangs über den «Zungenperron» reduziert, da er von Fahrgästen, die von der Augustin Keller-Strasse herkommen, nicht genutzt wird.
  • Die Zugänge auf der Nordseite des Bahnhofs werden aufgewertet und besser mit dem Strassen- und Wegnetz verknüpft.
  • Die Zugangswege von Südwesten zur neuen Personenunterführung West werden in der weiteren Planung optimiert.


Freiflächen

  • Im Bereich der wichtigsten Personenunterführungs-Aufgänge im Süden des Bahnhofs sind Fussgängerflächen vorgesehen. Diese Flächen werden in «schnelle Zonen» (Zugang zu den Perrons) und «langsame Zonen» (Aufenthaltsflächen) aufgeteilt. Sie werden in den kommenden Planungsphasen in Abstimmung mit den Hochbauten ausgewiesen.


Aufnahmegebäude

  • Das heutige Aufnahmegebäude muss infolge des künftigen Platzbedarfs der Gleis- und Perronanlagen zurückgebaut werden. Das neue Gebäude, in welchem der SBB-Schalter und weitere Dienstleistungsanbieter untergebracht werden können, kommt optimalerweise zwischen den beiden Personenunterführungen, nahe zum Bushof und den Gleisanlagen, zu liegen.
  • Die Erschliessung des neuen Gebäudes erfolgt von Westen über die Industriestrasse oder über eine Zufahrt im Untergeschoss, kombiniert mit einer P+R-Anlage.


Bahnhofplatz

  • Anstelle des heutigen Aufnahmegebäudes entsteht der Hauptzugang zu den Perrons über einen grosszügigen, gedeckten Zugang mit Rampe und Treppe.
  • Höhenmässig bleibt das Niveau der Seitenbereiche des Platzes 0 bis 4 cm über dem der Fahrbahn.
  • Die Fahrbahn der Bahnhofstrasse bleibt in der bestehenden Achse mit starkem Bezug zur Altstadt bestehen. Dadurch kann verhindert werden, dass eine optisch wahrnehmbare Verschwenkung im Bereich des Bahnübergangs der Seetalbahn entsteht.
  • Für den Bahnhofplatz wird eine Begegnungszone beibehalten.


Bushof

  • Die optimale Lage des Bushofs liegt zwischen den beiden Personenunterführungen West und Ost, mit kurzen Wegen beim Umsteigen zwischen Bahn und Bus.
  • Es sind grundsätzlich verschiedene Anordnungen der Haltekanten und somit Formen des Bushofs möglich.


Postareal und Industriestrasse

  • Durch den Bau des Bushofs auf dem Gebiet westlich der Industriestrasse oder auf dem heutigen Postareal müssen je nach Variante die bestehenden Gebäude teilweise integriert werden oder ganz weichen.


Zweirad-Abstellplätze

  • Es sind an allen vier Zugängen zu den Personenunterführungen Veloabstellplätze vorgesehen. Damit die erforderliche Anzahl an Veloabstellplätzen zur Verfügung gestellt werden kann, ist eine doppelstöckige Ausführung notwendig.
  • Im Süden der Personenunterführung Ost, im Bereich des heutigen Bushofs, ist eine unterirdische Velostation vorgesehen. Der Zugang kann über die bestehende Rampe zur Personenunterführung Hero erfolgen. Von der Velostation her ist ein direkter Zugang in die Personenunterführung Ost möglich. Die Velostation ist in den weiteren Planungsphasen mit einer möglichen Bebauung des Areals abzustimmen. Grundsätzlich ist auch eine ebenerdige Veloabstellanlage möglich.
  • Der Standort der Roller-Abstellplätze sind nicht explizit ausgewiesen. Diese müssen in den weiteren Planungen berücksichtigt werden und werden von Vorteil im Bereich der Veloabstellplätze angeordnet.


Vorfahrt und Taxi

  • Kurzzeitparkplätze, Bahnhofvorfahrt und Taxistandplätze bleiben auf der Südseite des Bahnhofs und werden nahe der Zugänge zu den Personenunterführungen platziert. Die genaue Disposition wird sich aus der weiteren Planung ergeben.
  • Die Zufahrt erfolgt von Westen und Osten. Der Bushof bleibt dem Busverkehr vorbehalten.


P+R

  • Westlich der Personenunterführung West und der geplanten Veloabstellanlage kann voraussichtlich die heutige P+R-Anlage weiterhin angeordnet werden. Die noch verfügbare Fläche reicht jedoch nicht aus, um die geforderte Anzahl an P+R-Plätzen sicherzustellen.
  • Weiteren P+R-Plätze können im Untergrund, z.B. unter dem Bushof und kombiniert mit den existierenden Parkierungsanlagen im Bahnhofumfeld (Post etc.) angeordnet werden.
  • Ein direkter unterirdischer Zugang vom P+R zur Personenunterführung West ist denkbar.


Abstellgleise

  • Die heutigen Abstellgleise, welche nördlich angrenzend ans Postgebäude liegen, müssen infolge des künftigen Platzbedarfs des Bahnhofs mit Bushofs verlegt werden. Sie finden weiter westlich des Bahnhofs einen neuen Platz.